Nordgallische Allgemeine Zeitung

König Chlodig äußert sich heute in einem Exklusivinterview zu seinen Zukunftsplänen, seiner Verbindung zur Kirche und der mysteriösen jungen Dame, mit der er kürzlich gesichtet wurde.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: König Chlodwig, letzte Woche wurden Sie mit einer verdächtig großen Reisetasche vor dem Schloss gesehen.

Chlodwig: Ich höre da eine gewisse Verwunderung, aber ich bin trotz meiner zahlreichen Bediensteten immer noch selbst in der Lage, meine Tasche zu tragen.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Darauf wollte ich nicht hinaus, es gibt vielmehr Gerüchte, dass ein Umzug nach Paris bevorsteht.

Chlodwig: Was soll ich sagen, auch für mich gilt das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“. Ein Königreich muss verteidigt und erweitert werden, sonst geht es unter.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Nun gut König Chlodwig, aber wohin zieht Sie es?

Chlodwig: Ein König ist immer gut beraten dort zu sein, wo die Mächtigen zusammenkommen. Paris kann für mich ein neuer Ansatzpunkt zum Ausbau meiner Macht werden, Mainz bleibt für mich allerdings immer die Stadt des Herzens!

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Bei der Beerdigung Ihres Vaters haben Sie bereits ausdrucksvoll bewiesen, dass Sie es verstehen, mit Symbolen und Handlungen ihre Macht darzustellen. Hat es Ihnen denn den erhofften Erfolg eingebracht mit dem Sie gerechnet haben?

Chlodwig: Natürlich! Ein Schauspiel, welches einige meiner Untertanen nachhaltig beeindruckt hat...mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Wohl wahr. In letzter Zeit haben Sie eine gewisse Nähe zur christliche Kirche gezeigt: Ist das ein weiterer Schachzug, um Ihre Macht auszubauen?

Chlodwig: Die christliche Kirche ist eine mächtige Institution, der gegenüber ich nicht ganz abgeneigt bin.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Zum Abschluss noch eine Frage, die unseren Lesern unter den Nägeln brennt: Wer war die junge Dame, mit der Sie vor einigen Wochen vor ihrem Schloss gesichtet wurden?

Chlodwig: Ein König braucht eine Königin, sollte aber sein Herz nie verschenken, wenn es nicht ebenso seinem Reich dient.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Ich bedanke mich für das Interview, König Chlodwig.