Nordgallische Allgemeine Zeitung

Arras. „Das kann man so nicht stehen lassen!“, meldet sich heute General Chararich in Arras zu Wort. „Bei allem Respekt vor den Toten. Childerich war nicht der ehrenwerte und weise Herrscher, als der er in allen Nachrufen gefeiert wird. Nicht nur ich selbst habe ihn ganz anders kennengelernt“. Chararich erinnert an die achtjährige Vertreibung Childerichs aus der Provinz. “Wenn seine Familie die Vergewaltigung der Frauen seiner Mitfranken für üble Nachrede erklärt und seine Anklage und Vertreibung aus Gallien als Irrtum, ist das einfach Geschichtsfälschung“, betont der General. Eigentlich wüssten doch alle, dass Childerich sich grundsätzlich genommen hätte, was er für das Seine hielt. Dabei hätte er sich ohne Skrupel über getroffene Vereinbarungen hinweggesetzt "und zwar – das ist das Schlimmste - über Vereinbarungen unter Seinesgleichen!", empörte sich Chararich im Gespräch. Childerichs Sohn hätte aber bisher keineswegs Beweis gestellt, dass er sich anders verhalten wird. Dass Chlodwig in der Lage sein wird, die Provinz zu regieren, steht deshalb für Chararich nicht nur wegen der Jugend des Thronanwärters, keineswegs fest.

Hier geht es zum kürzlich in der Nordgallischen Allgemeinen Zeitung erschienenen Nachruf von Tina Niedlich: "Childerich hinterlässt großes Erbe".

General Chararich macht klare Ansage: "Childerich soll nicht verklärt werden" (Foto: NGAZ).

General Chararich macht klare Ansage: "Childerich soll nicht verklärt werden" (Foto: NGAZ).