Nordgallische Allgemeine Zeitung

Red. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich meinen innig geliebten Gatten jetzt nicht mehr an meiner Seite finde“, so Basina, die sich heute, einen Tag nach dem Tode des Königs, der Presse stellt. „Wir alle sind so unendlich traurig. Obwohl wir von der Schwere der Krankheit meines Mannes wussten und uns auf seinen Tod gefasst machen mussten, sind wir jetzt zutiefst erschüttert“. Die Königin spricht von der engen Verbundenheit untereinander, die ihre Kinder und sie gerade jetzt verspüren. Stolz sei sie auf ihren einzigen Sohn, der ihr selbst und seinen Schwestern trotz seiner jungen Jahre viel Trost spende. Basina zeigt sich sehr zuversichtlich, dass Chlodwig die Bürde der Verantwortung nicht nur für seine Familie, sondern auch für die ganze Provinz wird tragen können. „Er hat hierfür die Kraft und den Willen“, so Basina.

Während jetzt die Vorbereitungen für das Begräbnis des Königs getroffen werden, ist sein Leichnam in der königlichen Residenz in der Stadt aufgebahrt. Das Volk von Tournai ist dazu eingeladen, seinem König und einem der größten Feldherren Galliens hier noch einmal ganz nahe zu sein, bevor er in einem feierlichen Zug zum Ort des Begräbnisses auf der anderen Seite des Flusses überführt wird.

Dass geplant ist, einen großen Hügel über dem Grab des Königs aufzuschütten, hat in der Stadt Diskussionen ausgelöst. „Das ist unsere traditionelle Art, einen bedeutenden Mann zu ehren und für das Gedächtnis an ihn zu sorgen“, sagt hierzu die Königin, die aus den Ländern jenseits des Rheins stammt.