Grundsteinlegung - Aufbruch in ein neues Kapitel!

So soll der Neubau Römisch-Germanisches Zentralmuseum am Ende aussehen.

So soll der Neubau Römisch-Germanisches Zentralmuseum am Ende aussehen.

Nordgallische Allgemeine Zeitung

In der neuen Reportage "Aus dem Leben eines Königs" gibt uns Frankenkönig Chlodwig exklusive Einblicke außerhalb seiner Ausstellung "Codes der Macht."

Mainz – Schon früh im Leben lernte ich: Königliche Geburt erzeugt königliche Pflichten. Als König hatte ich sowohl die Pflicht als auch die Ehre, an der Grundsteinlegung des Neubaus Römisch-Germanisches Zentralmuseum (RGZM) am 5. Mai 2017 teilzunehmen.

Viel zu früh musste ich an diesem Morgen mein Gemach verlassen und mich auf den Weg begeben. Zwar sollte die Feier erst kurz vor Mittag beginnen, doch hat der Herrschende eine Menge an vorherigen Verpflichtungen. Mein Hofstaat teilte mir mit, es müssten offizielle Fotos gemacht, Autogramme für die Fans geschrieben und wichtige Personen begrüßt werden. Ich dankte dem Himmel, dass es nicht regnete und mein Haupt trocken blieb.

Machtmenschen unter sich.

Machtmenschen unter sich.

Nach und nach kamen immer mehr Gäste hinzu. Um 11 Uhr begann der offizielle Teil der feierlichen Grundsteinlegung. Neben RGZM-Generaldirektor Falko Daim und Oberbürgermeister Michael Ebling sprachen Staatssekretär Stephan Weinberg, Minister Konrad Wolf, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft Matthias Kleiner und der Geschäftsführer des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung Holger Basten. Ein wenig wunderte ich mich, dass meine Wenigkeit nicht als Redner angefragt wurde, aber es ist ja allgemein bekannt wie beschäftigt ich bin.

Sogar mit den Römern herrschte an diesem Tag Frieden.

Sogar mit den Römern herrschte an diesem Tag Frieden.

Anschließend ist eine sogenannte „Zeitkapsel“ mit besonderen Inhalten (etwa bestem Mainzer Wein sowie dem ersten Inventarbuch des RGZM) befüllt und in den Grundstein eingelassen worden. Von diesem Ritual hatte ich nie zuvor gehört. Man sagte mir aber, es soll eine Botschaft an zukünftige Generationen sein.

Der Grundstein mit der "Zeitkapsel."

Der Grundstein mit der "Zeitkapsel."

Was sollte ich bloß zuerst probieren?

Was sollte ich bloß zuerst probieren?

Zum Abschluss gab es im Museum für Antike Schiffahrt eine kleine Verköstigung. Hier muss ich ein Lob aussprechen: Die Tafel war einem König angemessen. Auch hatte ich Zeit, mir das Ergebnis dieser Umzugskisten mal genauer anzuschauen. Schon bald steht das nächste spannende Kapitel an, der Umzug des Römisch-Germanischen Zentralmuseums! Selbstverständlich werde ich meine Augen und Ohren offen halten und euch weiter berichten.

Mein Fazit lautet, dass es ein anstrengender Tag war. Trotzdem kann selbst ein König eine Grundsteinlegung nicht jeden Tag erleben!

Die Umzugskisten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums.

Die Umzugskisten des Römisch-Germanischen Zentralmuseums.

Neue Allianzen unter Kriegsherren – was braut sich da zusammen?

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Tournai, 482. Bisher unbestätigten Gerüchten aus Tournai und Cambrai zufolge schmieden König Chlodwig und König Ragnachar gemeinsame (Kriegs-)Pläne. Syagrius, Sohn des Heermeisters Aegidius und der letzte römische Herrscher in Gallien soll entmachtet werden. Chlodwigs kriegstreiberische Ambitionen stoßen weder in Adelskreisen noch im breiten Volk auf große Überraschung, da er schon bei dem Begräbnis seines Vaters entsprechende Signale ausgesandt hatte (wir berichteten). Bei diesem Vorhaben wird sich König Chlodwig nicht nur auf seine eigene furchtlose Gefolgschaft verlassen können, auch scheint er in Ragnachar einen ruchlosen Verbündeten gefunden zu haben. Ob auch General Chararich Chlodwig unterstützen wird, erscheint momentan noch als fraglich, hat er doch bisher wenig Sympathie für Chlodwig erkennen lassen (wir berichteten).

Exklusivinterview mit König Chlodwig

Nordgallische Allgemeine Zeitung

König Chlodig äußert sich heute in einem Exklusivinterview zu seinen Zukunftsplänen, seiner Verbindung zur Kirche und der mysteriösen jungen Dame, mit der er kürzlich gesichtet wurde.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: König Chlodwig, letzte Woche wurden Sie mit einer verdächtig großen Reisetasche vor dem Schloss gesehen.

Chlodwig: Ich höre da eine gewisse Verwunderung, aber ich bin trotz meiner zahlreichen Bediensteten immer noch selbst in der Lage, meine Tasche zu tragen.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Darauf wollte ich nicht hinaus, es gibt vielmehr Gerüchte, dass ein Umzug nach Paris bevorsteht.

Chlodwig: Was soll ich sagen, auch für mich gilt das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“. Ein Königreich muss verteidigt und erweitert werden, sonst geht es unter.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Nun gut König Chlodwig, aber wohin zieht Sie es?

Chlodwig: Ein König ist immer gut beraten dort zu sein, wo die Mächtigen zusammenkommen. Paris kann für mich ein neuer Ansatzpunkt zum Ausbau meiner Macht werden, Mainz bleibt für mich allerdings immer die Stadt des Herzens!

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Bei der Beerdigung Ihres Vaters haben Sie bereits ausdrucksvoll bewiesen, dass Sie es verstehen, mit Symbolen und Handlungen ihre Macht darzustellen. Hat es Ihnen denn den erhofften Erfolg eingebracht mit dem Sie gerechnet haben?

Chlodwig: Natürlich! Ein Schauspiel, welches einige meiner Untertanen nachhaltig beeindruckt hat...mehr muss ich dazu wohl nicht sagen.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Wohl wahr. In letzter Zeit haben Sie eine gewisse Nähe zur christliche Kirche gezeigt: Ist das ein weiterer Schachzug, um Ihre Macht auszubauen?

Chlodwig: Die christliche Kirche ist eine mächtige Institution, der gegenüber ich nicht ganz abgeneigt bin.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Zum Abschluss noch eine Frage, die unseren Lesern unter den Nägeln brennt: Wer war die junge Dame, mit der Sie vor einigen Wochen vor ihrem Schloss gesichtet wurden?

Chlodwig: Ein König braucht eine Königin, sollte aber sein Herz nie verschenken, wenn es nicht ebenso seinem Reich dient.

Nordgallische Allgemeine Zeitung: Ich bedanke mich für das Interview, König Chlodwig.

Wohin zieht es unseren König Chlodwig?

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Ist ihm Tournai nicht mehr genug? Palastinterne Quellen bestätigen, dass König Chlodwig in letzter Zeit vermehrt über Paris spreche. Als wir den König vor seinem Palast antrafen, trug er eine auffallend große Reisetasche bei sich, wollte dazu aber keine Stellungnahme abgeben. Über nähere Details wird sich König Chlodwig in Kürze in einem Exklusivinterview äußern!

König Chlodwig – hat er eine Neue?

Nordgallische Allgemeine Zeitung

König Chlodwig wurde gestern mit einer attraktiven brünetten Untertanin vor seinem Anwesen gesichtet. Wer ist die schöne Unbekannte? Auf Nachfrage wollte das Königshaus keinen Kommentar abgegeben. Ausgehend von dem innigen Moment, in dem unser Fotograf die beiden Turteltauben ablichtete, liegt wohl Liebe in der Palastluft. Nach dem Tod seines Vaters König Childerich war Chlodwig mit der Thronübernahme beschäftigt, aber wie es scheint, hat er mittlerweile auch wieder Zeit für die Liebe. Palastinterne Quellen wollen den König schon lange nicht mehr so glücklich und gelöst erlebt haben.

Monte Childirici – Ein Denkmal für den König

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Tournai, 482
Nachdem Chlodwig das Begräbnis seines Vaters Childerich mit der Tötung einiger seiner besten Pferde in ein blutiges Schauspiel verwandelt hatte, beruhigen sich nun langsam wieder die Gemüter. Den Akt, der auf eine Tradition aus der Heimat seiner Mutter Basina zurückgeht,  hatten viele Besucher während der Bergräbniszeremonie als Zumutung empfunden.

Die Bevölkerung hat dem Hügel, der mittlerweile über dem Grab des verstorbenen Königs aufgeschüttet wurde, den Spitznamen „Monte Childirici“ gegeben. Jeder, der sich der Stadt von Norden her nähert oder sie in diese Richtung verlässt, kommt an ihm vorbei. Auch von der Stadtmauer aus ist der Hügel nicht zu übersehen: Ein sehr eigenwilliges Denkmal, das Chlodwig seinem Vater gesetzt hat. Bei dem Anblick des Monte Childirici denken nicht wenige an die vielen Schätze, die mit dem König unter dem Hügel verschwanden.

Abb. nach M.-J. Ghenne-Dubois, Les sépultures de chevaux. In: R. Brulet (Hrsg.), Les fouilles du quartier Saint-Brice à Tournai. L´environnement funéraire de la sépulture de Childéric 2. Collect. Arch. Joseph Mertens 7 (Louvain-La-Neuve 1991) 22-34.

Abb. nach M.-J. Ghenne-Dubois, Les sépultures de chevaux. In: R. Brulet (Hrsg.), Les fouilles du quartier Saint-Brice à Tournai. L´environnement funéraire de la sépulture de Childéric 2. Collect. Arch. Joseph Mertens 7 (Louvain-La-Neuve 1991) 22-34.

Das Rätsel um die goldene Biene

König Chlodwig über die Bedeutung der goldenen Biene:

"Wenn ich früher auf dem Schoß meines Vaters saß, habe ich immer mit den kleinen goldenen Bienen gespielt, die auf seinem Schwertgut saßen. Ich liebte das glänzende Material, in dem sich das Licht spiegelte. So lernte ich das Zählen, immer wieder übte ich, bis ich alle dreißig Bienen zählen konnte. Liegt es da nicht nahe, dass ich die Biene zu meinem Markenzeichengemacht habe? Von den meisten Sachen, die mein Vater besaß, kenne ich die Bedeutung. Was allerdings die goldenen Bienen zu bedeuten haben weiß ich nicht, ich habe ihn nie danach gefragt. Die Gelehrten an meinem Hof können mir auch nichts eindeutiges dazu sagen. Der eine sagt dies, der andere das, manche meinen sogar, es wären gar keine Bienen sondern gewöhnliche Insekten. Ich glaube keinem von ihnen!"

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König Chlodwig erkundet Mainz

Nordgallische Allgemeine Zeitung

König Chlodwig hat die ersten Wochen in seinem neuen Amt genutzt, um Mainz und seine Untertanen näher kennenzulernen. Hier einige Impressionen zusammen mit Kommentaren von unserem ehrenwerten König.

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Neujahrsgrüße von König Chlodwig

Nordgallische Allgemeine Zeitung

König Chlodwig richtet das Wort anlässlich des neuen Jahres an sein Volk:

"Willkommen 2016 und ein frohes neues Jahr für alle – wünscht Euch Euer König! Auch im neuen Jahr werde ich die Richtung vorgeben, denn ich fürchte mich nicht, das Ruder in die Hand zu nehmen. Schaut Euch meine ‪#‎codesdermacht‬ im Römisch-Germanisches Zentralmuseum an und ihr werdet sehen, was ich meine."

Den Text eines Briefes, den Bischof Remigius (Reims) an unseren neuen König Chlodwig (Tournai) gerichtet hat

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Tournai. Den Text eines Briefes, den Bischof Remigius (Reims) an unseren neuen König Chlodwig (Tournai) gerichtet hat, veröffentlichen wir an dieser Stelle auf Chlodwigs Wunsch hin im Wortlaut:

"Dem herausragenden und als Frucht seiner Taten wunderbaren König Chodwig. Uns ist eine große Neuigkeit zu Ohren gekommen, der zufolge ihr die Verwaltung der Belgica Secunda übernommen habt. Es ist gemäß der Tradition, wenn du das wirst, was deine Eltern immer gewesen sind. Was du erreichen musst, damit das wohlwollende Urteil des Herrn dich nicht verlässt, das sind große Taten, denn du bist auf dem Gipfel der Ehre angekommen; es sind Taten, die sich zum Wohle des Menschen erweisen. Du musst dich an deine Ratgeber halten, die deinen Ruf bereichern sollen. Deine Güte muss sich auf keusche und ehrliche Weise vollziehen. Du musst deine Priester ehren und immer auf ihre Ratschläge hören, denn wenn du dich mit ihnen gut abstimmst, wird dies deine Provinz stärken. Hilf den Einwohnern deiner Städte, erhebe die Leidenden, unterstütze die Witwen, nähre die Waisen, und eher als zu drohen handele so, dass alle dich lieben und doch fürchten. Die Gerechtigkeit soll sich durch deinen Mund ausdrücken, ohne Geschenke der Armen und Fremden zu erwarten. Dass das Gericht allen zugänglich sei und niemand daraus vertrieben wird. Du besitzt die väterlichen Reichtümer, also kannst du Gefangene freilassen und vom Joch der Sklaverei freisprechen. Wenn sich jemand dir vorstellt, lass ihn sich nicht als Fremden fühlen. Vergnüge dich mit den Jungen, diskutiere mit den Alten, und wenn du herrschen willst, urteile großzügig. Remigius, Bischof."

Remigius

Remigius



„Ich kenne Childerich ganz anders“ General Chararich redet Klartext

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Arras. „Das kann man so nicht stehen lassen!“, meldet sich heute General Chararich in Arras zu Wort. „Bei allem Respekt vor den Toten. Childerich war nicht der ehrenwerte und weise Herrscher, als der er in allen Nachrufen gefeiert wird. Nicht nur ich selbst habe ihn ganz anders kennengelernt“. Chararich erinnert an die achtjährige Vertreibung Childerichs aus der Provinz. “Wenn seine Familie die Vergewaltigung der Frauen seiner Mitfranken für üble Nachrede erklärt und seine Anklage und Vertreibung aus Gallien als Irrtum, ist das einfach Geschichtsfälschung“, betont der General. Eigentlich wüssten doch alle, dass Childerich sich grundsätzlich genommen hätte, was er für das Seine hielt. Dabei hätte er sich ohne Skrupel über getroffene Vereinbarungen hinweggesetzt "und zwar – das ist das Schlimmste - über Vereinbarungen unter Seinesgleichen!", empörte sich Chararich im Gespräch. Childerichs Sohn hätte aber bisher keineswegs Beweis gestellt, dass er sich anders verhalten wird. Dass Chlodwig in der Lage sein wird, die Provinz zu regieren, steht deshalb für Chararich nicht nur wegen der Jugend des Thronanwärters, keineswegs fest.

Hier geht es zum kürzlich in der Nordgallischen Allgemeinen Zeitung erschienenen Nachruf von Tina Niedlich: "Childerich hinterlässt großes Erbe".

General Chararich macht klare Ansage: "Childerich soll nicht verklärt werden" (Foto: NGAZ).

General Chararich macht klare Ansage: "Childerich soll nicht verklärt werden" (Foto: NGAZ).


Childerich hinterlässt großes Erbe

Nordgallische Allgemeine Zeitung
Ein Kommentar zum Tod Childerichs von Tina Niedlich

Darüber, dass der Tod von König Childerich eine große Lücke hinterlässt, scheinen sich alle einig zu sein, glaubt man den Worten der zahlreichen Nachrufe. Aber die Erwartungen und Hoffnungen, die mit dem Tod des Königs verbunden sind, dürften in Wirklichkeit weit auseinander gehen. Einerseits ist nicht zu überhören, dass die Familie Chlodwig in Position bringen will. Die Nachfolge des Sohnes erklärt seine Familie zur Regel und verweist dann auch mal auf ihre angeblich uralten Wurzeln. So konsequent wie Childerich agiert hat, hören wir, wird auch sein Sohn das Land regieren. Und so fruchtbar wie Childerich mit den alteingesessenen Würdenträgern zusammengearbeitet hat, wird es auch sein Sohn tun. Natürlich sind gerade die Bischöfe an Kontinuität interessiert, und die erhoffen sie sich von der Nachfolge Chlodwigs. Auf Seiten der Militärs allerdings gibt es Ältere und Erfahrenere als ihn. Männer, die sich seit Jahren in Feldzügen Verdienste erworben haben. Ob sie sich alle dem Anspruch des jungen Thronanwärters beugen werden, bleibt abzuwarten.

Derzeit ist der Thron leer. Wird Chlodwig ihn behaupten können? (Foto: NGAZ).

Derzeit ist der Thron leer. Wird Chlodwig ihn behaupten können? (Foto: NGAZ).

„Unendlich traurig“. Die Witwe Childerichs zum Tod des Königs

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Red. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich meinen innig geliebten Gatten jetzt nicht mehr an meiner Seite finde“, so Basina, die sich heute, einen Tag nach dem Tode des Königs, der Presse stellt. „Wir alle sind so unendlich traurig. Obwohl wir von der Schwere der Krankheit meines Mannes wussten und uns auf seinen Tod gefasst machen mussten, sind wir jetzt zutiefst erschüttert“. Die Königin spricht von der engen Verbundenheit untereinander, die ihre Kinder und sie gerade jetzt verspüren. Stolz sei sie auf ihren einzigen Sohn, der ihr selbst und seinen Schwestern trotz seiner jungen Jahre viel Trost spende. Basina zeigt sich sehr zuversichtlich, dass Chlodwig die Bürde der Verantwortung nicht nur für seine Familie, sondern auch für die ganze Provinz wird tragen können. „Er hat hierfür die Kraft und den Willen“, so Basina.

Während jetzt die Vorbereitungen für das Begräbnis des Königs getroffen werden, ist sein Leichnam in der königlichen Residenz in der Stadt aufgebahrt. Das Volk von Tournai ist dazu eingeladen, seinem König und einem der größten Feldherren Galliens hier noch einmal ganz nahe zu sein, bevor er in einem feierlichen Zug zum Ort des Begräbnisses auf der anderen Seite des Flusses überführt wird.

Dass geplant ist, einen großen Hügel über dem Grab des Königs aufzuschütten, hat in der Stadt Diskussionen ausgelöst. „Das ist unsere traditionelle Art, einen bedeutenden Mann zu ehren und für das Gedächtnis an ihn zu sorgen“, sagt hierzu die Königin, die aus den Ländern jenseits des Rheins stammt.

Der König ist tot

Nordgallische Nachrichten

Tournai. Der Sprecher des fränkischen Königshauses hat am heutigen Vormittag bestätigt, dass König Childerich in der vergangenen Nacht im Alter von ungefähr 41 Jahren seiner schweren Erkrankung erlegen ist. Er hinterlässt seine Gattin Basina, den 16jährigen Sohn Chlodwig sowie seine Töchter Audofleda und Lantechilde.

Der Tod des Königs bedeutet für Nordgallien einen gravierenden Einschnitt. In unruhigen Zeiten hat er sich um den Zusammenhalt der Provinzbevölkerung bemüht. Durch seine Bereitschaft, mit den Bischöfen seiner Provinz zusammenzuarbeiten, hat er eine Brücke zwischen den alt eingesessenen und den mit ihm ins Land zugezogenen Menschen geschlagen. In über zwei Jahrzehnten der Regentschaft ist es Childerich gelungen, eine Armee hinter sich zu versammeln, die immer wieder erfolgreich Eindringlinge abgewehrt hat, die Gallien auf ihren Beutezügen überfielen und uns großen Schaden zugefügt hätten. Fast vergessen sind darüber die Eskapaden, die Childerich noch in jungen Jahren die Vertreibung aus Gallien einbrachten. Seine Leistungen nach der Rückkehr aus den Ländern rechts des Rheins haben diejenigen bestätigt, die ihn nach acht Jahren im Exil nach Tournai zurückgeholt haben.

Die Fußstapfen, in die Childerichs Nachfolger tritt, sind also groß. Wird Chlodwig seinem Vater nachfolgen? Die Öffentlichkeit ist gespannt, ob er sich durchsetzen wird, denn Widerstände gegen den jungen Prinzen kämen nicht überraschend.

Childerich schwer krank

Nordgallische Allgemeine Zeitung

Tournai. Die Redaktion hat aus informierten Kreisen in Erfahrung gebracht, dass der fränkische König offensichtlich schwer erkrankt ist. In der Stadt begann man bereits, sich darüber zu wundern, dass Childerich seit Tagen nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen gewesen ist, obwohl er derzeit keinen Feldzug führt und sich in Tournai aufhält. Der Hof hat diese Nachricht offiziell noch nicht bestätigt.